Innendienst-Arbeitsplatz mit Bestellunterlagen und ERP-Bildschirm
Use Case · Vertrieb & Auftrag

So landen Bestellungen im ERP, ohne dass jemand sie abtippt.

Ein typisches Szenario aus Großhandel und Fertigung: Wie Freitext-Bestellungen aus E-Mail, PDF und Fax-Scan heute gelesen, geprüft und als Auftragsentwurf vorbereitet werden.

Mit einem Experten sprechen
Auf einen Blick

Wie ein Großhändler Freitext-Bestellungen mit einem KI-Mitarbeiter direkt ins ERP bringt.

Ein KI-Mitarbeiter liest Bestellungen aus E-Mail, PDF und Fax-Scan, ordnet jede Position dem richtigen Artikel zu, prüft die Preise gegen Rahmenvertrag und Preisliste und legt den Auftrag als Entwurf im ERP an. Der Innendienst entscheidet nur noch die Klärfälle und gibt frei. Aus 10 bis 20 Minuten Abtippen pro Bestellung werden 1 bis 2 Minuten Freigabe, also rund 85 Prozent weniger Zeit.

Problem
Jede Position von Hand ins ERP getippt, Kundenartikelnummern von Hand gesucht
Lösung
Der KI-Mitarbeiter liest, ordnet zu, prüft Preise und legt den Auftrag als Entwurf an
Mensch entscheidet
Klärfälle entscheiden und Auftrag freigeben
Live in
2 bis 3 Wochen

* Typisches Szenario aus unserer Projektarbeit, kein einzelnes Kundenprojekt. Zuletzt aktualisiert: .

Das Problem

Der Innendienst tippt jeden Tag Bestellungen ab, die schon digital vorliegen.

In Großhandel und Fertigung kommen die Bestellungen über mehrere Wege gleichzeitig herein: als Freitext im E-Mail-Body, als PDF-Anhang in dem Layout, das der Kunde gerade nutzt, und als Fax-Scan von den Kunden, die nie aufgehört haben zu faxen. Der Innendienst öffnet jede Bestellung einzeln und tippt die Positionen ins ERP.

Das Tippen ist dabei nicht das Langsame. Das Nachschlagen ist es. Langjährige Kunden bestellen unter ihren eigenen Artikelnummern oder unter Nummern aus einem Katalog von vor drei Jahren. Also sucht die Sachbearbeitung im Artikelstamm, was gemeint ist. Danach wird im zweiten Fenster geprüft, welcher Preis gilt: Preisliste, Rahmenvertrag, Mengenstaffel.

Und die Tippfehler bleiben nicht beim Auftrag stehen. Eine falsche Artikelnummer wird zur falschen Kommissionierung, zur falschen Lieferung, zur Gutschrift und zum Telefonat mit dem Kunden. Gleichzeitig warten die Auftragsbestätigungen, bis der Stapel abgearbeitet ist.

Superkinds Vorgehen

Wir haben erst die Trefferquote gemessen, dann die Software gebaut.

Die Auftragserfassung ist einer der wenigen Fälle, in denen man vor dem Bauen sehen kann, ob es funktioniert. Der Beweis liegt schon im Postfach. Und die Bedingungen des Teams wurden zur Spezifikation: Der Auftrag wird nie direkt gebucht, unklare Positionen werden angehalten, und das Mapping pflegt der Innendienst selbst. Der häufigste Einwand im ersten Gespräch lautet: Unsere Kunden bestellen chaotisch, das versteht keine Maschine. Genau dieses Chaos ist der Use Case, denn die sauberen Bestellungen laufen längst über EDI.

  1. Stichprobe echter Bestellungen: Ein Schwung Bestellungen aus dem letzten Quartal, aus E-Mail, PDF und Fax-Scan, durch Lesen und Zuordnen geschickt. Ergebnis ist eine gemessene Trefferquote pro Kanal, keine Schätzung.
  2. Kundenartikel-Mapping aufbauen: Das Wissen aus den Köpfen zweier langjähriger Sachbearbeiter, welche Kundenartikelnummer welchen Artikel meint, wird aufgeschrieben. Aus der Bestellhistorie, aus Lieferscheinen und aus jeder Korrektur im Pilotbetrieb.
  3. ERP nur als Entwurfsziel anbinden: Der KI-Mitarbeiter bekommt Schreibrechte ausschließlich für nicht freigegebene Kundenaufträge. Keine Direktbuchung. Das ist die Entscheidung, die alles Weitere vertretbar macht.
  4. Go-live erst nach dem Okay vom Team: Der Innendienst hat den Klärstapel eine Woche lang durchgesehen und aufgeschrieben, was fehlt. Diese Liste wurde zu den Abnahmekriterien. Live ging das System, als die Sachbearbeitung sagte: So ist es schneller als von Hand.
Die Lösung

85 Prozent macht der KI-Mitarbeiter. An zwei Stellen entscheidet der Mensch.

Der KI-Mitarbeiter erkennt zuerst, ob eine eingehende Nachricht überhaupt eine Bestellung ist oder eine Rückfrage, eine Mahnung oder die Antwort auf eine Auftragsbestätigung. Dann liest er die Kopfdaten, also Kunde, Kundenbestellnummer, Wunschtermin und Lieferadresse, und jede einzelne Position. Egal ob aus dem Mailtext, aus einem PDF in beliebigem Layout oder aus einem Fax-Scan.

Die Zuordnung läuft über drei Ebenen: das Kundenartikel-Mapping, den Artikelstamm und die Bestellhistorie dieses Kunden. Danach werden Preise und Konditionen gegen das ERP geprüft. Was sauber passt, wird gefüllt. Jede Abweichung und jede offene Position wird mit Begründung markiert. Am Ende steht ein Auftragsentwurf im ERP und ein Entwurf der Auftragsbestätigung, nie eine fertige Buchung.

AgentBestellung kommt an
AgentPositionen lesen
AgentArtikel & Preise prüfen
MenschKlärfälle entscheiden
MenschAuftrag freigeben
AgentAuftrag & AB im ERP
So läuft eine Bestellung durch das System. Die orangen Stationen macht der Mensch.
Auftragserfassung, Beispielvorgang
Eingehende Bestellung

E-Mail eines Bestandskunden, Bestellung im Mailtext geschrieben: 12 Positionen mit kundeneigenen Artikelnummern, eine davon mit einer veralteten Artikelnummer.

KundeBestandskunde, über Absenderdomain und Kundennummer zugeordneterkannt
Positionen11 von 12 gegen den Artikelstamm zugeordnetgematcht
PreiseGegen Rahmenvertrag geprüft, keine Abweichunggeprüft
AuftragsbestätigungLiegt als editierbarer Entwurf bereitvorbereitet
Position 7Artikel ausgelaufen, Nachfolger aus der Bestellhistorie vorgeschlagenprüfen

Eine von zwölf Positionen ist markiert: Der Kunde hat unter einer Nummer bestellt, die vor zwei Katalogen ersetzt wurde. Einen Artikel zu ersetzen ist eine Vertriebsentscheidung und bleibt beim Innendienst.

Ein Beispielvorgang. Die Daten sind erfunden, die Feldstruktur entspricht der Ansicht, in der der Auftrag zur Freigabe vorgelegt wird.
Was es bringt

Das war vorher, das ist heute.

So lief die Auftragserfassung vorher, und so läuft sie heute mit dem KI-Mitarbeiter. Konservativ gerechnet spart das rund 85 Prozent der Zeit pro Bestellung.

ca. 85 %weniger Zeit pro Bestellung: aus 10 bis 20 Minuten Abtippen werden 1 bis 2 Minuten Freigabe
Mehrere Stunden pro Tagan Tipparbeit, die bei dutzenden Bestellungen täglich wegfällt
Erfassungsfehlerdie bis in die Lieferung wandern, praktisch eliminiert
VorherHeute
Aufwand pro Bestellung10 bis 20 Minuten Abtippen und Prüfen1 bis 2 Minuten Entwurf freigeben
ArtikelzuordnungVon Hand im Artikelstamm gesuchtMapping und Bestellhistorie, vom Team gepflegt
PreisprüfungVon Hand im zweiten FensterAutomatisch gegen Rahmenvertrag und Preisliste
FehlerTippfehler wandern bis in die LieferungUnklare Positionen werden angehalten, nicht gebucht
AuftragsbestätigungGeht raus, wenn der Stapel fertig istEntwurf liegt zusammen mit dem Auftrag bereit

* Ausgangslage aus Prozess-Mappings in Innendienst-Teams verallgemeinert. Einsparung konservativ gerechnet: eine Freitext-Bestellung mit zweistelliger Positionszahl kostet vorher 10 bis 20 Minuten Abtippen, Nachschlagen und Preisprüfung, heute 1 bis 2 Minuten für das Prüfen und Freigeben des Entwurfs. Das sind 80 bis 95 Prozent, konservativ als rund 85 Prozent angesetzt. Bei dutzenden Bestellungen pro Tag summiert sich das auf mehrere Stunden täglich.

So baut man das

Wie baut man so einen KI-Mitarbeiter technisch?

Das Wissen aus diesem Szenario zum Mitnehmen, egal ob ihr mit uns baut oder selbst:

01

Lesen: Vision-Modelle statt Formularerkennung

Klassische Formularerkennung erwartet ein festes Layout und bricht bei der ersten neuen Bestellvorlage. Vision-Modelle wie Mistral OCR, GPT von OpenAI oder Claude von Anthropic lesen ein PDF und einen Fax-Scan so, wie ein Mensch es liest: Tabelle, Fließtext, handschriftliche Notiz am Rand. Genau das braucht man, wenn jeder Kunde sein eigenes Format schickt.

02

Artikel zuordnen: Mapping schlägt Wahrscheinlichkeit

Die Zuordnung läuft in drei Ebenen. Zuerst das Kundenartikel-Mapping, also Kundennummer plus Kundenartikelnummer ergibt euren Artikel. Ein Treffer daraus ist eindeutig und schlägt jede Vermutung. Dann der Artikelstamm für eure eigenen Nummern und Bezeichnungen. Zuletzt die Bestellhistorie: Was hat dieser Kunde bekommen, als er es das letzte Mal so geschrieben hat.

03

EDI oder KI-Mitarbeiter: beides, nicht entweder oder

EDI ist die richtige Antwort für angebundene Großkunden und bleibt es. Seine Grenze ist der Aufwand pro Anbindung, denn jeder Partner ist ein eigenes Projekt. Deshalb deckt EDI meist eine Handvoll großer Accounts ab. Der KI-Mitarbeiter übernimmt alle anderen: die Kunden, die per E-Mail, PDF und Fax bestellen und in den nächsten Jahren nicht angebunden werden.

04

ERP-Anlage: Entwurf statt Direktbuchung

Ein gebuchter Auftrag setzt Dinge in Gang: Bestand wird reserviert, das Lager kommissioniert, teils geht automatisch eine Bestätigung raus. Ein Entwurf ist umkehrbar, eine Buchung nicht. Deshalb bekommt der KI-Mitarbeiter in SAP oder Microsoft Dynamics Schreibrechte nur für nicht freigegebene Kundenaufträge. Das kostet einen Klick pro Auftrag und nimmt das ganze Risiko einer Fehlbuchung aus dem Projekt.

05

UX: die Oberfläche entscheidet über die Akzeptanz

Ein Prüf-Screen zeigt die Bestellung links und die erkannten Positionen rechts, Zeile für Zeile nebeneinander. Jede Position zeigt, wogegen sie zugeordnet wurde. Rückfragen an den Kunden liegen als editierbarer Entwurf bereit, nichts geht ungesehen raus. Und das Mapping hat eine eigene Ansicht, in der der Innendienst es selbst ändert.

Auftragserfassung: ein Lagergang mit eingelagerten Artikeln, jede zugeordnete Position wird zu einer echten Entnahme
Jede Position, die der KI-Mitarbeiter zuordnet, wird im Lager zu einer echten Entnahme. Genau deshalb werden unklare Positionen angehalten statt gebucht.
Kosten

Was kostet das im Vergleich?

Superkind rechnet pro Use Case ab. Der Preis wächst mit dem Bestellvolumen, nicht mit dem Personalbestand. Hier die ehrliche Gegenüberstellung:

Manuelles AbtippenEDI-AnbindungSuperkind KI-Mitarbeiter
Kosten55.000 bis 75.000 € pro Jahr je Innendienststelle1.000 bis 5.000 € Setup pro Partner, dazu laufende GebührenPreis pro Use Case, ein Bruchteil einer Vollzeitstelle
Was ist enthaltenDer komplette Prozess, von HandNur strukturierte Nachrichten der angebundenen PartnerLesen, Artikel zuordnen, Preise prüfen, ERP-Entwurf und Auftragsbestätigung
Skaliert mitMehr PersonalJeder neue Partner ist ein neues ProjektVolumen, ohne neue Stellen
AusnahmenMensch macht allesFallen aus dem Standard und landen wieder von Hand im ERPGehen markiert an einen Menschen
EinführungRekrutierung und EinarbeitungMonate pro Partner2 bis 3 Wochen bis zur ersten produktiven Version

Der ehrliche Vergleich sind die vollen Kosten der manuellen Erfassung: das Abtippen selbst, das Nachschlagen im Artikelstamm, die Gutschriften aus Fehllieferungen und die Bestätigungen, die einen Tag zu spät rausgehen.

Unsere Erfahrung

Was wir aus diesen Projekten gelernt haben.

Der Einwand ist immer derselbe: Unsere Kunden bestellen chaotisch, das schafft keine KI. Der Satz ist laut, aber schwach. Unordnung ist keine Wand, sondern eine messbare Größe. Man kann hundert echte Bestellungen nehmen, durch das Zuordnen laufen lassen und die Trefferquote pro Kanal kennen, bevor eine Zeile Integrationscode geschrieben ist. Wir haben noch kein Team erlebt, das den dafür investierten Tag bereut hätte.

Das Zweite: Der Engpass ist fast nie das Lesen. Der Engpass sind die Stammdaten und das Wissen, das nie aufgeschrieben wurde. Welche Kundenartikelnummer welchen Artikel meint. Welcher Preis für wen gilt. Welcher Kunde immer die Werksadresse meint und nicht die Rechnungsadresse. Die Auftragserfassung zu automatisieren zwingt dieses Wissen aus zwei Köpfen in eine editierbare Tabelle. Allein das verändert, was passiert, wenn diese zwei Menschen im Urlaub sind.

85 Prozent statt 0 ProzentDer KI-Mitarbeiter bringt jede Bestellung auf einen vollständigen Entwurf. Die Freigabe bleibt beim Menschen.
Nachvollziehbarkeit gewinntJede Position zeigt, wogegen sie zugeordnet wurde. Der Einwand ist nie der Preis, sondern das Vertrauen.
Das Mapping gehört dem TeamDer Innendienst pflegt Zuordnungen, Preisregeln und Schwellen selbst, ohne Ticket an uns.

Wofür es sich nicht eignet: Wenn fast alle Kunden schon über EDI oder Webshop bestellen, ist die Auftragserfassung nicht euer Engpass. Bei Einzelfertigung, wo jede Bestellung ein technisches Gespräch über Maße und Toleranzen ist, gibt es keine Routine zu automatisieren. Und ohne gepflegten Artikelstamm erbt der KI-Mitarbeiter eure Mehrdeutigkeit und markiert mehr, als er löst.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Alles, was du über automatisierte Auftragserfassung wissen musst.

Er holt Bestellungen aus dem Sammelpostfach, aus PDF-Anhängen und Fax-Scans, liest Kopfdaten und jede einzelne Position, ordnet Kundenartikelnummern euren Artikeln zu, prüft die Preise gegen Preisliste und Rahmenvertrag und legt den Auftrag als Entwurf im ERP an. Der Innendienst entscheidet die Klärfälle und gibt den Auftrag frei.

Ja, genau dafür ist der KI-Mitarbeiter gebaut. Halbe Artikelbezeichnungen, alte Katalognummern, Mengen mitten im Satz: Er ordnet zu, was zuzuordnen ist, und markiert alles andere mit Begründung. Strukturierte Bestellungen waren nie das Problem, die löst EDI längst.

Sie werden angehalten, nicht geraten. Die Position landet mit Begründung und einem Vorschlag aus der Bestellhistorie beim Innendienst. Nichts geht still ins ERP.

Ja, ohne Ticket an uns. Der Innendienst pflegt das Kundenartikel-Mapping, die Preisregeln und die Schwellen selbst. Kundenstämme ändern sich jede Woche, deshalb gehört diese Pflege ins Team.

EDI bleibt die richtige Antwort für angebundene Großkunden. Seine Grenze ist der Aufwand pro Anbindung, oft 1.000 bis 5.000 Euro Setup je Partner. Deshalb deckt EDI meist eine Handvoll großer Accounts ab. Der KI-Mitarbeiter übernimmt alle anderen Kunden, die weiter per E-Mail, PDF und Fax bestellen.

Der Preis gilt pro Use Case und skaliert mit dem Bestellvolumen. Zum Vergleich: Eine Innendienststelle kostet den Arbeitgeber 55.000 bis 75.000 Euro pro Jahr. Eine EDI-Anbindung kostet pro Partner oft 1.000 bis 5.000 Euro Setup und deckt danach genau diesen einen Partner ab.

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