Arbeitsplatz für Angebote und Ausschreibungen in einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen
Use Case · Angebote & Ausschreibungen

So beantwortet ihr Ausschreibungen in Stunden statt Personentagen.

Ein typisches Szenario aus dem Maschinenbau: Wie ein Mittelständler Anforderungen, Antwortbausteine und Kalkulationszuarbeit heute vorbereiten lässt und nur noch Anforderungen prüft und den Preis freigibt.

Mit einem Experten sprechen
Auf einen Blick

Wie ein Maschinenbauer Ausschreibungen mit einem KI-Mitarbeiter in Stunden statt Tagen beantwortet.

Ein KI-Mitarbeiter liest die Ausschreibungsunterlagen, zieht die Anforderungsliste heraus, erkennt Abgabefrist und Bieterfragen-Frist, matcht jede Anforderung gegen das eigene Angebotsarchiv und bereitet die Kalkulationszuarbeit vor. Der Vertrieb prüft die Anforderungen und gibt den Preis frei. So sinkt der Aufwand pro großem Angebot konservativ gerechnet um rund zwei Drittel, von mehreren Personentagen auf weniger als einen Tag.

Problem
Dutzende Seiten Anforderungen, Antworten aus Altangeboten zusammenkopiert, Fristen im Kopf
Lösung
Der KI-Mitarbeiter liest, matcht und kalkuliert zu, direkt in Outlook, SharePoint, CRM und ERP
Mensch entscheidet
Anforderungen prüfen und Preis freigeben
Live in
2 bis 3 Wochen

* Typisches Szenario aus unserer Projektarbeit, kein einzelnes Kundenprojekt. Zuletzt aktualisiert: .

Das Problem

Ein großes RFP frisst mehrere Personentage, bevor überhaupt jemand über den Preis nachdenkt.

Ein Mittelständler im Maschinen- und Anlagenbau bekommt eine Anfrage. Mal ist es eine zweizeilige E-Mail eines langjährigen Kunden, mal ein vollständiges Vergabepaket aus einem Portal: dutzende Seiten Leistungsbeschreibung plus eine Excel-Anforderungsliste. Jemand im Innendienst muss das alles lesen und daraus eine Liste machen.

Was danach passiert, ist Montagearbeit. Die Antworten werden aus alten Angeboten auf dem Netzlaufwerk, aus Produktdaten im ERP und aus dem zusammenkopiert, was zwei Kolleginnen zufällig im Kopf haben. Die Kalkulation entsteht unter Zeitdruck, oft am Abend vor der Abgabe, mit Listenpreisen, die aktuell sein können oder auch nicht.

Die Fristen leben in einem Kopf oder in einem Kalendereintrag. Die Frist für Bieterfragen wird häufiger übersehen als der Abgabetermin. Und nach der Abgabe fasst nur nach, wer sich erinnert. Teuer ist nicht das Schreiben. Teuer ist das Suchen: Welches der letzten vierzig Angebote passt, welche Passage hat die Rechtsabteilung freigegeben, welcher Zuschlag ist aktuell.

Superkinds Vorgehen

Wir starten beim Angebotsarchiv, nicht bei einem leeren Schreibassistenten.

Der Anfang ist kein Software-Workshop, sondern eine echte Ausschreibung, Seite für Seite durchgegangen mit Innendienst und Kalkulation. In den letzten zwanzig abgegebenen Angeboten steckt die Antwortstruktur bereits, sie wurde nur nie aufgeschrieben. Und der wichtigste Einwand aus dem Vertrieb wird zur Spezifikation: Jedes unserer Angebote ist ein Unikat. Stimmt, deshalb schreibt der KI-Mitarbeiter das Unikat nicht.

  1. Prozess-Mapping entlang eines echten RFP: Wo landete die Anfrage, wer las was, welche Dokumente wurden geöffnet, wohin gingen die Stunden, welche Frist wäre fast gerissen.
  2. Angebotsarchiv indexieren: Frühere Angebote, Datenblätter, freigegebene Referenztexte und Zertifikate werden zu Bausteinen, jeder rückverfolgbar auf sein Quelldokument.
  3. Prototyp an echten Unterlagen: Innerhalb weniger Tage ein Screen: RFP hochladen, extrahierte Anforderungen sehen, gematchte Bausteine und offene Lücken prüfen. Das Feedback kam von echten Ausschreibungen, nicht von Folien.
  4. Bewusst klein starten: Zuerst nur Erfassung und Anforderungs-Extraktion. Die Antwortentwürfe folgten, als das Team der Extraktion vertraute. Die Kalkulationszuarbeit kam zuletzt, weil sie ans ERP geht.
Die Lösung

80 Prozent macht der KI-Mitarbeiter. An zwei Stellen entscheidet der Mensch.

Der KI-Mitarbeiter nimmt die Anfrage aus E-Mail oder Vergabeportal auf und liest die Unterlagen: PDF-Leistungsbeschreibungen, Excel-Anforderungslisten, gescannte Anlagen und beschriftete Zeichnungen. Daraus wird eine strukturierte Liste, getrennt nach Muss-Kriterien, technischen Anforderungen, kaufmännischen Bedingungen und formalen Abgaberegeln. Abgabefrist und Bieterfragen-Frist landen automatisch auf einem Fristen-Board.

Danach matcht er jede Anforderung gegen zwei Quellen: das indexierte Angebotsarchiv und eure Produkt- und Preisdaten in CRM und ERP. Jeder vorgeschlagene Baustein trägt einen Quellenverweis, also welches frühere Angebot und welcher Preislistenstand dahintersteckt. Anforderungen ohne Treffer werden nicht erfunden, sondern als offene Punkte an Technik, Einkauf oder Recht verteilt. Der Vertrieb prüft die Anforderungsliste und gibt später den Preis frei. Alles bleibt Entwurf, bis ein Mensch zustimmt.

AgentAnfrage kommt an
AgentAnforderungen extrahieren
MenschAnforderungen prüfen
AgentBausteine & Kalkulation
MenschPreis freigeben
AgentFrist & Nachfassen
So läuft eine Ausschreibung durch das System. Die orangen Stationen macht der Mensch.
Ausschreibung Fördertechnik-Komponente, Beispielvorgang
Eingehende Vergabeunterlagen

Vergabeunterlagen eines Anlagenbauers für eine Fördertechnik-Komponente, Leistungsbeschreibung als PDF plus Excel-Anforderungsliste, aus einem Vergabeportal heruntergeladen.

Frist erkannt18 Tage bis Abgabe, Bieterfragen bis Tag 7überwacht
Muss-Kriterien extrahiert40 Anforderungspunkte, davon 6 Ausschlusskriterienextrahiert
Referenzangebote gematcht3 vergleichbare Angebote, 28 Punkte abgedecktzugeordnet
KalkulationszuarbeitMengen, Listenpreise und Lieferzeiten aus dem ERP, 4 offene Annahmenvorbereitet
SonderanforderungWerkstoffzeugnis für ein Zukaufteil, kein Präzedenzfall im Archivprüfen

Ein Feld ist zur Prüfung markiert: Die Ausschreibung verlangt einen Nachweis, den kein früheres Angebot enthält. Der KI-Mitarbeiter rät keine Formulierung, er benennt den Punkt und wer entscheiden muss.

Ein Beispielvorgang. Die Daten sind erfunden, die Feldstruktur entspricht dem echten System.
Was es bringt

Das war vorher, das ist heute.

So lief die Angebotsarbeit vorher, und so läuft sie heute mit dem KI-Mitarbeiter. Konservativ gerechnet sinkt der Aufwand pro großem Angebot um rund zwei Drittel.

ca. zwei Drittelweniger Aufwand pro großem Angebot: aus mehreren Personentagen wird weniger als ein Tag
6 bis 12 Arbeitswochenpro Jahr, die bei 15 bis 30 großen Ausschreibungen frei werden
Kein verpasster Abgabeterminweil Abgabefrist und Bieterfragen-Frist überwacht werden statt im Kopf zu leben
VorherHeute
Aufwand pro großem RFPMehrere Personentage ZuarbeitWeniger als ein Tag Prüfen und Entscheiden
AnforderungslisteVon Hand gelesen, in Excel notiertAutomatisch extrahiert, Muss und Kann getrennt
AntwortentwurfAus Altangeboten zusammenkopiertBausteine mit Quellenverweis je Absatz
KalkulationAbends vor der Abgabe, Preise oft veraltetAus dem ERP vorbefüllt, Annahmen oben gelistet
FristenIm Kopf einer Person, Bieterfragen übersehenAuf einem Board, mit Vorwarnung
NachfassenNur, wenn sich jemand erinnertGeplant, Reaktion im CRM protokolliert

* Einsparung konservativ gerechnet: Ein großes RFP band vorher mehrere Personentage Zuarbeit über Innendienst, Technik und Kalkulation, gerechnet mit drei Personentagen. Heute bleiben Prüfen der Anforderungsliste und Preisfreigabe, zusammen unter einem Personentag. Das sind rund zwei Drittel weniger pro Angebot. Bei 15 bis 30 großen Ausschreibungen pro Jahr ergeben zwei gesparte Personentage je Angebot 30 bis 60 Personentage, also 6 bis 12 Arbeitswochen. Die Ausgangswerte stammen aus Prozess-Mappings in Angebotsteams des technischen Mittelstands, nicht aus einer Stoppuhr-Messung.

So baut man das

Wie baut man so einen KI-Mitarbeiter technisch?

Das Wissen aus solchen Projekten zum Mitnehmen, egal ob ihr mit uns baut oder selbst:

01

Anforderungen aus PDF ziehen: Sprachmodelle statt Stichwortsuche

GPT von OpenAI und Claude von Anthropic lesen die Leistungsbeschreibung direkt, inklusive Tabellen und beschrifteter Zeichnungen, und erzeugen eine strukturierte Liste statt einer Zusammenfassung. Wichtig ist, dass jede Anforderung an ihrer Herkunft verankert bleibt: Dokumentname, Seite und der Satz, aus dem sie stammt. Genau das macht die Liste prüfbar.

02

Gescannte Ausschreibungen: erst sauber lesen, dann verstehen

Viele Vergabeunterlagen kommen als Scan oder als Fotokopie einer Fotokopie. Mistral OCR bringt solche Dokumente in sauberen Text mit erhaltener Tabellenstruktur, bevor das Sprachmodell die Anforderungen herauszieht. Ohne diesen Schritt gehen genau die Zeilen verloren, die in der Anforderungsmatrix stehen.

03

Das Angebotsarchiv wird zur Wissensbasis

Frühere Angebote werden nicht kopiert, sondern als indexierte Bausteine abgelegt: Firmenpräsentation, Qualitätszertifikat, Referenzprojekt, technische Beschreibung. Jeder Baustein hat Metadaten, also aus welchem Angebot er stammt und wann er zuletzt freigegeben wurde. Jeder Vorschlag zeigt seinen Quellenverweis. So kann der klassische Fehler nicht mehr passieren, dass der Name des vorherigen Kunden in Absatz vier stehen bleibt.

04

Fristen und Ausschlusskriterien: feste Regeln, keine KI

Abgabetermin, Bieterfragen-Frist und Vorwarnzeit sind Regeln, keine Einschätzung. Ausschlusskriterien werden als eigene, harte Kategorie zuerst geprüft, gegen das, was das Unternehmen nachweisbar erfüllt. Preise und Lieferzeiten kommen live aus dem ERP, nicht aus dem Modell. Eine Ausschreibung, die an einem Ausschlusskriterium scheitert, gehört in der ersten Stunde abgesagt.

05

UX: die Oberfläche entscheidet über die Akzeptanz

Der Entwurf zeigt zu jedem Absatz die Quelle, anklickbar bis ins Ursprungsdokument. Die Preisfelder bleiben leer, bis ein Mensch sie freigibt, damit keine Zahl aus Versehen im Angebot landet. Und ein Fristen-Board zeigt alle laufenden Ausschreibungen mit Restzeit. Genau diese drei Dinge haben aus Skepsis Zustimmung gemacht.

Angebote und Ausschreibungen: ein Arbeitsplatz mit Vergabeunterlagen, aus denen wiederverwendbare Bausteine werden
Das Angebotsarchiv ist kein Ordner mehr, in dem niemand sucht, sondern die Quelle jedes Antwortentwurfs, mit Verweis je Baustein.
Kosten

Was kostet das im Vergleich?

Superkind rechnet pro Use Case ab. Der Preis wächst mit der Zahl der Ausschreibungen, nicht mit dem Personalbestand. Hier die ehrliche Gegenüberstellung:

VertriebsinnendienstCPQ-SoftwareSuperkind KI-Mitarbeiter
Kosten55.000 bis 85.000 € pro Jahr und StelleOft 20.000 € und mehr Einführung, dazu LizenzenPreis pro Use Case, ein Bruchteil einer Vollzeitstelle
Was ist enthaltenDer komplette Prozess, von HandKonfiguration und Preisregeln für ProdukteAnforderungen lesen, Bausteine matchen, Kalkulation zuarbeiten, Fristen überwachen
FreitextantwortenVon Grund auf geschriebenKaum abgedeckt, für Positionen gebautEntwurf je Anforderung, mit Quelle und markierten Lücken
Skaliert mitMehr PersonalProduktkatalogZahl der Ausschreibungen, ohne neue Stellen
AusnahmenMensch macht allesFallen aus der KonfigurationGehen markiert an einen Menschen
EinführungRekrutierung und EinarbeitungMehrere Monate Projekt2 bis 3 Wochen bis zur ersten produktiven Version

Der ehrliche Vergleich sind die vollen Kosten des heutigen Prozesses: die Personentage Zuarbeit, die Angebote, die wegen zu knapper Frist gar nicht abgegeben werden, und die Angebote, die kalt werden, weil niemand nachgefasst hat.

Unsere Erfahrung

Was wir über Angebots- und Ausschreibungsarbeit gelernt haben.

Das Angebotsarchiv ist der am meisten unterschätzte Datenschatz im deutschen Mittelstand. Unternehmen investieren in CRM-Dashboards, während dreihundert Angebote unindexiert auf einem Netzlaufwerk liegen. In jedem stecken freigegebene Formulierungen, erprobte Argumente und echte Preise. Niemand durchsucht sie, weil Suchen mühsamer ist als Neuschreiben. Dieses Archiv durchsuchbar zu machen, lohnt sich schon allein, auch ohne KI-Mitarbeiter darauf.

Und eine unbequeme Beobachtung: Fristen-Disziplin rettet mehr Aufträge als schönere Texte. Nach unserer Erfahrung gehen mehr Angebote verloren, weil sie zu spät kamen, weil eine Anlage fehlte oder weil nach der Abgabe nie nachgefasst wurde, als weil der Wettbewerber eleganter formuliert hat. Die unglamourösen Teile der Angebotsarbeit zahlen sich am schnellsten aus.

80 Prozent statt 0 ProzentDer KI-Mitarbeiter bringt jedes Angebot auf 80 Prozent. Preis und Strategie bleiben beim Vertrieb.
Nachvollziehbarkeit gewinntJeder Baustein nennt seine Quelle. Vertriebsteams lehnen KI nicht wegen der Kosten ab, sondern weil sie beim Kunden nichts sagen wollen, was sie nicht belegen können.
Regeln gehören dem TeamDer Vertrieb pflegt Bausteine, Match-Regeln und Freigabeschwellen selbst, ohne Ticket an uns. Preise und Standardtexte ändern sich zu oft für fest Verdrahtetes.

Wofür es sich nicht eignet: Wenn ihr eine Handvoll Angebote im Jahr schreibt, ist die Zuarbeit nicht euer Engpass. Wenn ein Angebot nur eine Positionsliste ohne Textanteil ist, löst eine CPQ-Software das günstiger. Und wenn frühere Angebote verstreut auf persönlichen Laufwerken und in Postfächern liegen, ist der erste Schritt Sammeln, nicht Automatisieren.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Alles, was du über automatisierte Angebots- und Ausschreibungsarbeit wissen musst.

Er liest die Ausschreibungsunterlagen, zieht die Anforderungsliste heraus, erkennt die Fristen, sucht passende Bausteine aus euren früheren Angeboten und bereitet die Kalkulationszuarbeit vor. Der Vertrieb prüft die Anforderungsliste und gibt den Preis frei. Das fertige Angebot bleibt eure Entscheidung.

Das Unikat sind die letzten 20 Prozent: der Preis, die Strategie, der eine Absatz, der den Auftrag holt. Alles davor wiederholt sich stärker, als Vertriebsteams vermuten. Firmenpräsentation, Zertifikate, Referenzprojekte und technische Standardbeschreibungen stehen fast wortgleich in jedem Angebot. Genau diesen Teil übernimmt der KI-Mitarbeiter.

Immer euer Team. Der KI-Mitarbeiter stellt Mengen, aktuelle Listenpreise, Fracht und Lieferzeiten aus dem ERP zusammen und listet offene Annahmen oben auf. Er setzt keinen Preis, gewährt keinen Rabatt und verschickt kein Angebot. Die Preisfreigabe ist eine bewusste menschliche Station und wird protokolliert.

Der KI-Mitarbeiter arbeitet in eurer eigenen Umgebung, mit denselben Zugriffsrechten wie die Kollegin, die er unterstützt. Kalkulationsdaten bleiben getrennt vom Angebotsarchiv, aus dem die Entwürfe gespeist werden. Marge und Einstandspreise tauchen in keinem Entwurf auf. Nichts wird zum Training öffentlicher Modelle verwendet.

Die erste produktive Version läuft nach zwei bis drei Wochen: Prozess-Mapping entlang einer echten Ausschreibung, Prototyp an realen Unterlagen, dann eine Feedback-Runde mit dem Innendienst. Erst kommt die Anforderungs-Extraktion, danach die Antwortentwürfe, zuletzt die Kalkulationszuarbeit.

Der Preis gilt pro Use Case und skaliert mit der Zahl der Ausschreibungen, nicht mit dem Personalbestand. Zum Vergleich: Eine Stelle im Vertriebsinnendienst oder in der Kalkulation kostet den Arbeitgeber 55.000 bis 85.000 Euro pro Jahr. Ein CPQ-Projekt startet oft bei 20.000 Euro Einführung und deckt Freitextantworten in Ausschreibungen kaum ab.

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