Arbeitsplatz für die Vertragsprüfung in einem deutschen Büro
Use Case · Compliance & Wissen

So verpasst ihr keine Kündigungsfrist mehr, ohne einen einzigen Vertrag von Hand zu erfassen.

Ein typisches Szenario aus dem Mittelstand: Wie ein Unternehmen mehrere hundert laufende Verträge erfasst, jede Frist berechnet und den Bestand durchsuchbar macht, ohne juristische Bewertung.

Mit einem Experten sprechen
Auf einen Blick

Wie ein Mittelständler seine Verträge mit einem KI-Mitarbeiter im Blick behält.

Ein KI-Mitarbeiter liest jeden Vertrag, extrahiert Parteien, Laufzeit, Kündigungsfrist und benannte Klauseln, hängt an jedes Feld die Fundstelle und berechnet daraus den Stichtag. Der Mensch prüft die Extraktion und entscheidet an der Frist. Bewertet wird nichts, das bleibt bei euren Juristen. Der Aufwand pro Vertrag sinkt konservativ gerechnet um rund drei Viertel, von 30 bis 60 Minuten auf wenige Minuten.

Problem
Mehrere hundert laufende Verträge, kein zentrales Register, Fristen im Kopf einzelner Personen
Lösung
Der KI-Mitarbeiter liest, extrahiert mit Fundstelle und überwacht jeden Stichtag
Mensch entscheidet
Extraktion prüfen und an der Frist entscheiden
Live in
2 bis 3 Wochen

* Typisches Szenario aus unserer Projektarbeit, kein einzelnes Kundenprojekt. Zuletzt aktualisiert: .

Das Problem

Mehrere hundert laufende Verträge, und niemand kennt den Bestand.

Das Muster ist in fast jedem Mittelständler dasselbe. Verträge liegen verstreut: ein Teil im DMS, ein Teil als Anhang im Postfach der Person, die damals verhandelt hat, ein Teil als Scan auf dem Netzlaufwerk, ein Teil im Aktenschrank. Es gibt eine Excel-Liste, aber sie ist unvollständig, weil sie jemand pflegen müsste, der dafür keine Zeit hat.

Die Folge ist immer dieselbe Kette. Laufzeiten und Kündigungsfristen kennt niemand vollständig. Automatische Verlängerungen passieren unbemerkt: Ein Wartungsvertrag läuft still zwölf Monate weiter, weil der Stichtag drei Monate vor Laufzeitende lag und in keinem Kalender stand. Ein einzelner solcher Fall kostet schnell einen vier- bis fünfstelligen Betrag.

Und vor einer Verhandlung weiß niemand, welche Klauseln der Bestand überhaupt enthält. Wo steht eine Preisgleitklausel, wo eine unbegrenzte Haftung, welche Verträge haben dieselbe Gegenseite? Die Information steht in den Dokumenten. Sie ist nur nicht auffindbar.

Superkinds Vorgehen

Erst wissen, was da ist. Dann Fakten erfassen. Erst zuletzt Fristen scharf schalten.

Der häufigste Einwand kommt gleich im ersten Gespräch: Vertragsauslegung ist Juristensache und gehört nicht in eine Software. Der Einwand ist richtig, und er wurde zur Spezifikation. Der KI-Mitarbeiter bewertet nichts. Er stellt fest, was im Vertrag steht und wo es steht, jedes Feld mit Fundstelle, und jede Frist bekommt einen Namen.

  1. Bestandsaufnahme der Ablageorte: Zuerst wird ehrlich aufgeschrieben, wo Verträge heute wirklich liegen: DMS, Postfächer, Netzlaufwerke, Aktenschrank. Auch die Quellen, die offiziell niemand kennt.
  2. Feldkatalog festlegen: Das Team definiert, was extrahiert wird und ausdrücklich, was nicht. Bewertende Felder wie Risiko hoch oder niedrig kommen nicht hinein, weil sie eine juristische Aussage vortäuschen.
  3. Erst Neuzugänge, dann Altbestand: Ab Tag eins läuft jeder neue Vertrag über den KI-Mitarbeiter, damit der Rückstand nicht weiter wächst. Der Altbestand folgt in Wellen, zuerst die Verträge mit wiederkehrender Zahlung und automatischer Verlängerung.
  4. Fristenlogik mit Verantwortlichen: Zuletzt werden die Stichtage scharf geschaltet, immer mit einer namentlich verantwortlichen Person je Vertrag. Eine Erinnerung ohne Adressat ist keine Erinnerung.
Die Lösung

80 Prozent macht der KI-Mitarbeiter. An zwei Stellen entscheidet der Mensch.

Der KI-Mitarbeiter holt jeden neuen Vertrag dort ab, wo er ankommt, und liest ihn, auch als Scan der unterschriebenen Fassung. Aus jedem Vertrag extrahiert er die Felder eures Katalogs: Parteien, Vertragsgegenstand, Laufzeit, Verlängerungsmechanik, Kündigungsfrist, Vergütung und die benannten Klauseln. An jedem Feld hängt die Fundstelle mit Seite und Paragraf. Ist eine Stelle unleserlich, markiert er sie, statt einen Wert zu raten.

Aus Laufzeitende und Kündigungsfrist rechnet er den Stichtag aus und erinnert die verantwortliche Person mit dem Vorlauf, den ihr festlegt. Der Mensch bleibt an zwei Stellen in der Schleife: Er prüft die Extraktion über die Fundstellen-Links, und er entscheidet an der Frist, ob gekündigt, nachverhandelt oder weitergeführt wird. Eine Bewertung der Klauseln gibt der KI-Mitarbeiter nie ab, auch nicht versteckt über Farben oder Scores.

AgentVertrag kommt an
AgentLesen & extrahieren
MenschExtraktion prüfen
AgentIns Register
AgentFrist überwacht
MenschFristen-Entscheidung treffen
So läuft ein Vertrag durch das System. Die orangen Stationen macht der Mensch.
Vertragsprüfung, Beispielvorgang
Erfasster Vertrag

Wartungsvertrag für Produktionsanlagen, 18 Seiten, PDF aus dem DMS, mit automatischer Verlängerung.

ParteienBetreibergesellschaft und Anlagenhersteller (S. 1, Rubrum)extrahiert
Laufzeitbis 31.12., danach 12 Monate Verlängerung (S. 4, § 9.1)extrahiert
Kündigungsfrist3 Monate zum Laufzeitende (S. 4, § 9.2), Stichtag 30.09.berechnet
PreisgleitklauselJährliche Indexanpassung (S. 7, § 14.3)gefunden
EntscheidungKündigen oder nachverhandeln?Mensch entscheidet

Ein Feld ist zur Entscheidung markiert. Der KI-Mitarbeiter stellt fest, dass es eine Verlängerung, eine Frist und eine Indexklausel gibt, und rechnet den Stichtag aus. Ob gekündigt oder nachverhandelt wird, entscheidet der Mensch.

Ein Beispielvorgang. Die Daten sind erfunden, die Feldstruktur mit Fundstellen entspricht dem echten Aufbau.
Was es bringt

Das war vorher, das ist heute.

So lief die Vertragsarbeit vorher, und so läuft sie heute mit dem KI-Mitarbeiter. Konservativ gerechnet sinkt der Aufwand pro Vertrag um rund drei Viertel, und der Bestand ist zum ersten Mal durchsuchbar.

ca. 75 %weniger Aufwand pro Vertrag: aus 30 bis 60 Minuten Erfassen und Prüfen werden wenige Minuten Prüfblick
Vier- bis fünfstelligan Folgekosten pro Fall, die eine unbemerkte Verlängerung auslöst und die jetzt praktisch ausgeschlossen ist
Erstmals durchsuchbarder komplette Vertragsbestand, jede Antwort mit Seite und Paragraf im Original
VorherHeute
Aufwand pro Vertrag30 bis 60 Minuten von HandWenige Minuten Prüfblick über die Fundstellen
Wo Verträge liegenDMS, Postfächer, Ordner, AktenschrankEin durchsuchbares Register, verlinkt aufs Original
KündigungsfristenUnvollständige Excel-ListeAus dem Vertrag extrahiert, Stichtag berechnet
Automatische VerlängerungFällt auf, wenn die Rechnung kommtErinnerung mit Vorlauf an eine benannte Person
Klauselfrage vor der VerhandlungDurchblättern, Ergebnis je nach SucherAbfrage über den Bestand, Treffer mit Fundstelle

* Typisches Szenario aus unserer Projektarbeit, kein einzelnes Kundenprojekt. Einsparung konservativ gerechnet: vorher 30 bis 60 Minuten pro Vertrag für Heraussuchen, Durchlesen, Felder abtippen, Liste pflegen und Termin eintragen, heute 5 bis 10 Minuten für das Prüfen der extrahierten Felder über die Fundstellen-Links. Selbst im ungünstigsten Fall, 30 Minuten vorher gegen 10 Minuten heute, bleiben rund zwei Drittel weniger Aufwand.

So baut man das

Wie baut man so einen KI-Mitarbeiter technisch?

Das Wissen aus diesem Aufbau zum Mitnehmen, egal ob ihr mit uns baut oder selbst:

01

Lesen: auch der Altbestand als Scan

Neue Verträge kommen meist als sauberes PDF. Der Altbestand besteht aus Scans, oft schief und mit Stempeln. Mistral OCR liest solche Seiten zuverlässig und behält dabei die Seiten- und Absatzstruktur, die man später für die Fundstelle braucht. Ist eine Stelle unleserlich, wird sie markiert und nicht geraten.

02

Extraktion: jedes Feld mit Fundstelle

Claude von Anthropic und GPT von OpenAI finden Klauseln auch dann, wenn sie anders heißen als erwartet, zum Beispiel Indexklausel statt Preisgleitklausel. Wichtig ist die Ausgabeform: Jedes Feld kommt mit Seite und Paragraf. Eine Paraphrase ohne Fundstelle ist nicht prüfbar, und dann muss man dem Modell glauben.

03

Fristen: ein Regelwerk, keine Vorhersage

Der Stichtag ist eine Rechnung: Laufzeitende minus Kündigungsfrist, unter Berücksichtigung der Verlängerungsmechanik. Das gehört in feste Regeln, nicht in ein Modell, damit jeder es nachrechnen kann. Dazu die zweite Hälfte: Jeder Vertrag bekommt eine namentlich verantwortliche Person, und die Erinnerung geht mit Vorlauf an sie, typisch 90, 60 und 30 Tage vorher.

04

Anbindung: die Verträge bleiben, wo sie sind

Der KI-Mitarbeiter hängt am DMS, am überwachten Postfach und am Ablageordner, über die vorhandenen Schnittstellen und mit den bestehenden Zugriffsrechten. Es gibt keine Migration in eine neue Plattform. Das Register verlinkt auf das Original, es ersetzt es nicht.

05

UX: die Oberfläche entscheidet über die Akzeptanz

Links der Vertrag, rechts die extrahierten Felder, jedes mit einem Link, der genau an die Stelle im Dokument springt. Dazu ein Kalender mit den anstehenden Stichtagen und der verantwortlichen Person. Und bewusst keine Ampel und kein Risiko-Score: Eine grüne Ampel beendet das Nachdenken genau dort, wo es anfangen müsste.

Vertragsprüfung: geordnete Vertragsakten, jeder Vertrag mit Laufzeit und Frist erfasst
Der Bestand bleibt, wo er ist. Jede Laufzeit, jede Frist und jede benannte Klausel wird auffindbar, mit Verweis auf Seite und Paragraf.
Kosten

Was kostet das im Vergleich?

Superkind rechnet pro Use Case ab. Der Preis wächst mit dem Vertragsvolumen, nicht mit dem Personalbestand. Hier die ehrliche Gegenüberstellung:

Ordner und Excel-ListeCLM-SoftwareSuperkind KI-Mitarbeiter
KostenVerdeckte Arbeitszeit, eine eigene Stelle für Vertragsmanagement oder ein Syndikus kostet 60.000 bis 90.000 € pro JahrOft 20 bis 50 € pro Nutzer und Monat, dazu ein EinführungsprojektPreis pro Use Case, ein Bruchteil einer Vollzeitstelle
Was ist enthaltenNur das, was jemand von Hand einträgtDie Struktur, die Daten müsst ihr liefernLesen, Extraktion mit Fundstelle, Register und Fristen
Skaliert mitMehr PersonalNutzerzahlVertragsvolumen, ohne neue Stellen
AusnahmenBleiben liegenLeeres PflichtfeldWerden markiert und gehen an einen Menschen
EinführungSofort, aber nie fertigMigration des kompletten Bestands zuerst2 bis 3 Wochen bis zur ersten produktiven Version

Der ehrliche Vergleich sind die vollen Kosten des heutigen Zustands: die Zeit fürs Suchen, die nicht gezogenen Preisgleitklauseln und die Verträge, die sich verlängern, weil ein Stichtag in keinem Kalender stand.

Unsere Erfahrung

Was wir über KI in der Vertragsarbeit gelernt haben.

Die größte Versuchung in diesem Use Case ist die Bewertung. Ein Modell, das Klauseln liest, kann mühelos eine Risikoampel ausgeben, und im Demo-Termin sieht das beeindruckend aus. Wir bauen es trotzdem nicht. Eine rote Ampel, die falsch liegt, blockiert einen Vertrag ohne Grund. Eine grüne, die falsch liegt, beendet das Nachdenken genau dort, wo es hätte anfangen müssen. Die nützliche Grenze verläuft zwischen was steht drin und was bedeutet das.

Das zweite Learning: Der Wert entsteht nicht beim einzelnen Vertrag, sondern beim Bestand. Einen Wartungsvertrag liest ein Mensch in zwanzig Minuten. Die Frage, welche der dreihundert Verträge eine Indexklausel enthalten und welche im vierten Quartal auslaufen, beantwortet niemand. Nicht weil sie schwer ist, sondern weil sie dreihundertmal dieselbe Arbeit bedeutet. Genau diese Wiederholung ist der Job des KI-Mitarbeiters.

Feststellen statt bewertenDer KI-Mitarbeiter sagt, was im Vertrag steht und wo. Ob es gut ist, entscheiden Menschen.
Jedes Feld mit FundstelleKeine Aussage ohne Seite und Paragraf. Fehler fallen beim Prüfen auf, nicht nach der verpassten Frist.
Fristen brauchen NamenJeder überwachte Vertrag bekommt eine verantwortliche Person. Für alle zuständig heißt niemand zuständig.

Wofür es sich nicht eignet: Wer zwanzig laufende Verträge hat, braucht kein Register, sondern eine gepflegte Liste. Wenn jeder Vertrag einzeln ausgehandelt wird und ohnehin jede Frage bei der Kanzlei landet, ist die Vorarbeit klein und die Bewertung der ganze Aufwand. Und wenn Verträge nur auf Papier im Aktenschrank liegen, ist das Scannen der erste Schritt.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Alles, was du über KI-gestützte Vertragsarbeit wissen musst.

Er liest jeden neuen Vertrag aus DMS, Postfach oder Ordner, extrahiert Parteien, Laufzeit, Kündigungsfrist und benannte Klauseln, hängt an jedes Feld die Fundstelle mit Seite und Paragraf und berechnet aus Laufzeitende und Frist den Stichtag. Ein Mensch prüft die Extraktion und entscheidet an der Frist.

Nein. Der KI-Mitarbeiter stellt fest, was im Vertrag steht und wo es steht. Er legt keine Klausel aus, bewertet kein Risiko und zeigt keine Ampel. Ob eine Haftungs- oder Preisgleitklausel akzeptabel ist, entscheiden eure Geschäftsführung, euer Einkauf oder eure Kanzlei. Sie starten nur nicht mehr mit der Suche, sondern mit der Frage, die wirklich Jura ist.

Die Verträge bleiben in euren Systemen. Der KI-Mitarbeiter arbeitet mit euren bestehenden Zugriffsrechten: Wer einen Vertrag heute nicht sehen darf, sieht ihn auch über ihn nicht. Verträge werden nicht zum Training öffentlicher Modelle genutzt, und jede Extraktion wird protokolliert.

Ja, ohne Ticket an uns. Der Feldkatalog, die Vorlaufzeiten der Erinnerungen und die verantwortliche Person je Vertrag sind eine eigene Ansicht, die der Fachbereich selbst pflegt. Nach unserer Erfahrung entscheidet genau das darüber, ob ein Vertragsregister gepflegt bleibt.

Die erste produktive Version läuft nach zwei bis drei Wochen: Bestandsaufnahme der Ablageorte, Feldkatalog festlegen, Prototyp an echten Verträgen aus eurem Bestand. Der Start ist bewusst klein, meist eine Vertragsart wie Wartungs- oder Rahmenverträge. Die Fristenlogik wird erst scharf geschaltet, wenn die Extraktion sitzt.

Der Preis gilt pro Use Case und skaliert mit dem Vertragsvolumen, nicht mit dem Personalbestand. Zum Vergleich: Eine Stelle für Vertragsmanagement oder ein Syndikus kostet den Arbeitgeber 60.000 bis 90.000 Euro pro Jahr. CLM-Software liegt oft bei 20 bis 50 Euro pro Nutzer und Monat, dazu kommt das Einführungsprojekt mit der Datenmigration.

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