Schreibtisch mit Kunden- und Lieferantendaten auf zwei Bildschirmen
Use Case · Daten & Stammdaten

So bleiben eure Stammdaten sauber, ohne dass jemand Listen abgleicht.

Ein typisches Szenario aus dem Mittelstand: Wie ein KI-Mitarbeiter Dubletten findet, Systemkonflikte zeigt und gemeldete Änderungen belegt, bevor jemand etwas tippt.

Mit einem Experten sprechen
Auf einen Blick

Wie ein Mittelständler seine Stammdaten mit einem KI-Mitarbeiter sauber hält.

Ein KI-Mitarbeiter liest gemeldete Änderungen aus Mails und Dokumenten, findet denselben Kunden oder Lieferanten in ERP, CRM und Excel, zeigt jede Abweichung mit Quelle und schlägt die Korrektur vor. Der Mensch gibt die Änderung frei und bestätigt jeden Dubletten-Merge. Eine Änderung dauert damit rund 1 Minute statt 10 bis 15 Minuten über mehrere Systeme, also rund 80 Prozent weniger Pflegeaufwand.

Problem
Dieselbe Firma steht dreimal in drei Systemen, jedes Mal anders
Lösung
Der KI-Mitarbeiter gleicht ab, findet Dubletten und schlägt jede Änderung mit Quelle vor
Mensch entscheidet
Änderung freigeben und Dubletten-Merge bestätigen
Live in
2 bis 3 Wochen

* Typisches Szenario aus unserer Projektarbeit, kein einzelnes Kundenprojekt. Zuletzt aktualisiert: .

Das Problem

Derselbe Kunde existiert dreimal, und jedes System kennt eine andere Version.

Kunden-, Lieferanten- und Artikeldaten liegen parallel in drei Welten: im ERP, im CRM und in einer Handvoll Excel-Dateien, die niemand anfassen will. Keines der drei Systeme ist absichtlich falsch. Sie sind über die Jahre einfach auseinandergelaufen.

Änderungen kommen per Mail. Ein Lieferant meldet eine neue Bankverbindung, ein Kunde eine neue Rechnungsadresse, ein Ansprechpartner geht. Wer die Mail liest, pflegt sie in dem System nach, in dem er gerade arbeitet, und macht weiter. Die anderen beiden behalten den alten Wert. Ein halbes Jahr später kann niemand mehr sagen, welche Version stimmt.

Dubletten entstehen auf demselben Weg, weil eine Firma ein zweites Mal mit leicht anderer Schreibweise angelegt wird. Die Folgen bleiben nicht in den Daten: Mahnläufe gehen an Adressen, an denen niemand mehr sitzt, Lieferungen an ein stillgelegtes Lager, und jede Auswertung zählt eine Firma still als zwei.

Superkinds Vorgehen

Wir klären zuerst, wem welches Feld gehört, dann bauen wir die Software.

Stammdatenprojekte scheitern, wenn sie mit einer Synchronisation anfangen. Zwei Systeme, die aufeinander zeigen, ohne dass entschieden ist, wem welches Feld gehört, überschreiben sich abwechselnd. Und die Bedingungen des Teams werden zur Spezifikation: Bankverbindungen laufen nie automatisch, jeder Vorschlag zeigt seine Quelle, und die Regeln pflegt das Team selbst.

  1. Führendes System je Feld festlegen: Pro Datenart und pro Feld wird entschieden, welches System führt. Meist das ERP bei kaufmännischen Feldern wie Zahlungsziel und Steuernummer, das CRM bei Ansprechpartnern und Rollen. Felder ohne Verantwortlichen sind genau die, die auseinanderlaufen.
  2. Bewusst klein starten: Der erste Umfang ist eine Datenart und ein Systempaar, zum Beispiel Lieferanten zwischen ERP und CRM. Schmal genug, dass das Team in den ersten Wochen jeden Vorschlag prüfen kann.
  3. Bestand einmal aufräumen: Der KI-Mitarbeiter listet Dubletten mit beiden Datensätzen nebeneinander und Abweichungen Feld für Feld. Das Team arbeitet die Liste ab. Genau dabei werden die echten Regeln sichtbar.
  4. Go-live erst nach dem Okay vom Team: Danach beobachtet der KI-Mitarbeiter neue und geänderte Datensätze laufend. Live geht das System erst, wenn die Sachbearbeitung sagt: Die Vorschläge stimmen, und ich sehe, woher sie kommen.
Die Lösung

80 Prozent macht der KI-Mitarbeiter. An zwei Stellen entscheidet der Mensch.

Zwei Dinge lösen den KI-Mitarbeiter aus. Das erste sind die Daten selbst: Er geht eine Datenart systemübergreifend durch, erkennt denselben Kunden oder Lieferanten über ein Bündel aus Signalen und meldet zwei Arten von Fund, nämlich Dubletten innerhalb eines Systems und Abweichungen zwischen Systemen. Das zweite ist der Posteingang: Mails und angehängte Dokumente werden auf gemeldete Änderungen gelesen und dem passenden Datensatz zugeordnet, bevor jemand etwas tippt.

Jeder Fund wird zu einem Vorschlag mit Quelle. Man sieht, welche Mail, welches Dokument und welches Feld in welchem System was gesagt hat. Die Sachbearbeitung gibt die Änderung frei und bestätigt den Dubletten-Merge. Erst danach schreibt der KI-Mitarbeiter zurück, und zwar in das System, dem das Feld gehört, mit einem Protokolleintrag, der die Quelle behält. Bankverbindungen gehen immer über vier Augen.

AgentÄnderung kommt an
AgentDatensatz erkennen
AgentAbgleichen & belegen
MenschÄnderung freigeben
MenschDubletten-Merge bestätigen
AgentZurückgeschrieben & protokolliert
So läuft eine gemeldete Änderung durch das System. Die orangen Stationen macht der Mensch.
Stammdaten, Beispielvorgang
Eingehende Mail

Ein Lieferant schreibt, dass die Firma nach einer Fusion umfirmiert wurde und Rechnungen ab dem Ersten des Folgemonats auf ein neues Konto gehen. Ein unterschriebenes Änderungsschreiben hängt als PDF an.

DatensatzLieferant in ERP und CRM gefunden, Treffer über die USt-IDerkannt
FirmierungNeuer Name aus Briefkopf und Änderungsschreibenvorgeschlagen
AbweichungDas CRM führt noch die Adresse vor der Fusion, das ERP nichterkannt
QuelleMail vom 4. August und Änderungsschreiben, am Vorschlag verlinktbelegt
BankverbindungNeue IBAN, wird nie automatisch geschriebenvier Augen

Ein Feld ist zur Prüfung markiert: Die Bankverbindung ist das Feld, auf das Zahlungsbetrug zielt. Zwei Personen prüfen sie gegen das Änderungsschreiben, bevor ein einziges Zeichen geschrieben wird.

Ein Beispielvorgang. Die Daten sind erfunden, die Feldstruktur entspricht einem produktiven Setup.
Was es bringt

Das war vorher, das ist heute.

So lief die Stammdatenpflege vorher, und so läuft sie heute mit dem KI-Mitarbeiter. Konservativ gerechnet spart das rund 80 Prozent des Pflegeaufwands pro Änderung.

ca. 80 %weniger Pflegeaufwand pro Änderung: aus 10 bis 15 Minuten über mehrere Systeme wird rund 1 Minute Freigabe
Mehrere Arbeitswochenpro Jahr, die bei mehreren hundert gemeldeten Änderungen frei werden
Mittlerer vierstelliger Betragan reiner Pflegezeit pro Jahr, ohne die Nacharbeit für falsche Mahnungen und Lieferungen
VorherHeute
Gemeldete ÄnderungIn ein System getippt, von wem auch immer die Mail lasEin belegter Vorschlag für jedes betroffene System
DublettenZufällig gefunden, meist nach einem FehlerÜber ein Signalbündel erkannt, nach Bestätigung zusammengeführt
Abweichende FelderNiemand weiß, welches System recht hatFührendes System je Feld, Abweichungen sind gelistet
Bankverbindung ändernAbsprachesache, teils von einer Person alleinNie automatisch, immer über vier Augen
NachvollziehbarkeitKeine Spur, wer was warum geändert hatJede Änderung mit Quelldokument protokolliert

* Einsparung konservativ gerechnet: eine gemeldete Änderung vorher 10 bis 15 Minuten, weil mehrere Systeme geöffnet, gesucht und getippt werden, heute rund 1 Minute Freigabe auf einem fertigen Vorschlag. Gerechnet mit der unteren Grenze von 10 Minuten. Bei 400 bis 800 Änderungen im Jahr sind das 60 bis 120 Stunden, also zwei bis drei Arbeitswochen, und bei rund 40 Euro Vollkosten pro Sachbearbeitungsstunde ein mittlerer vierstelliger Betrag. Die Nacharbeit für fehlgeleitete Mahnungen und Lieferungen ist darin nicht enthalten, weil sie sich ehrlich nicht beziffern lässt.

So baut man das

Wie baut man so einen KI-Mitarbeiter technisch?

Das Wissen aus diesem Use Case zum Mitnehmen, egal ob ihr mit uns baut oder selbst:

01

Änderungen aus Mails und Dokumenten lesen

Gemeldete Änderungen kommen als Fließtext, als PDF-Anhang oder als Scan. Sprachmodelle wie GPT von OpenAI oder Claude von Anthropic lesen beides und ziehen die einzelnen Felder heraus: neuer Name, neue Adresse, neuer Ansprechpartner, neue Bankverbindung. Jedes Feld bekommt seine Fundstelle im Dokument, damit der Vorschlag später belegbar ist.

02

Dubletten über ein Signalbündel finden

Exakter Textabgleich findet in gewachsenen Daten fast nichts. Müller GmbH, Mueller G.m.b.H. und Müller Gesellschaft mbH sind drei Datensätze für eine Firma. Ein Fuzzy-Matching vergleicht deshalb ein Bündel: normalisierter Name, Adresse, USt-ID, Registernummer, Bankverbindung, Ansprechpartner, Bestellhistorie. Jedes Signal für sich ist schwach, zusammen tragen sie einen Merge-Vorschlag.

03

Regeln statt KI, wo es um Zuständigkeit geht

Welches System bei welchem Feld führt, ist eine Entscheidung, keine Wahrscheinlichkeit. Das gehört in eine feste Regel, nicht in ein Modell. Dasselbe gilt für die Frage, welche Felder automatisch geschrieben werden dürfen. Bankverbindungen stehen dort grundsätzlich nicht drin.

04

Anbindung: die bestehenden Systeme bleiben

Der KI-Mitarbeiter hängt über die Schnittstellen von SAP und Microsoft Dynamics am ERP, über die CRM-Schnittstelle am Vertrieb und über Microsoft Graph an Outlook und den Excel-Dateien. Es gibt keine neue Stammdatenplattform und keine Migration.

05

UX: die Oberfläche entscheidet über die Akzeptanz

Ein Prüf-Screen zeigt den Änderungsvorschlag und die Quelle Seite an Seite, also links die Mail oder das Dokument, rechts das Feld mit altem und neuem Wert. Kritische Felder haben eine eigene Vier-Augen-Freigabe. Und die Regeln haben eine eigene Ansicht, in der das Team sie selbst ändert. Genau diese drei Dinge haben aus Skepsis Zustimmung gemacht.

Stammdatenpflege: eine Wand beschrifteter Karteischubladen, jeder Datensatz mit einem klaren Platz
Ein Datensatz, ein klarer Platz. Die Zuordnungslogik, die vorher im Kopf der Sachbearbeitung lag, ist jetzt ein belegter Vorschlag.
Kosten

Was kostet das im Vergleich?

Superkind rechnet pro Use Case ab. Der Preis wächst mit dem Datenvolumen, nicht mit dem Personalbestand. Hier die ehrliche Gegenüberstellung:

Manuelle PflegeMDM-SoftwareSuperkind KI-Mitarbeiter
Kosten55.000 bis 75.000 € pro Jahr für eine SachbearbeitungOft 50.000 € und mehr für die Einführung, dazu Lizenz und DatenpflegerPreis pro Use Case, ein Bruchteil einer Vollzeitstelle
Was ist enthaltenDer komplette Abgleich, von HandSteuerung und Regelwerk, aber kein Lesen von MailsLesen, Abgleichen, Dubletten, Vorschlag mit Quelle, Rückschreiben
Skaliert mitMehr PersonalLizenzstufen und PflegeaufwandDatenvolumen, ohne neue Stellen
AusnahmenMensch macht allesBleiben liegenGehen markiert an einen Menschen
EinführungRekrutierung und EinarbeitungMehrmonatiges Projekt2 bis 3 Wochen bis zur ersten produktiven Version

Der ehrliche Vergleich sind die vollen Kosten auseinanderlaufender Daten: die Pflege selbst, die Folgefehler in Mahnwesen und Logistik und die Auswertung, die eine Firma still als zwei zählt.

Unsere Erfahrung

Was wir aus diesen Projekten gelernt haben.

Stammdaten sind der am meisten unterschätzte Baustein der ganzen KI-Diskussion. Unternehmen planen einen Rechnungs-Assistenten, einen Mahn-Assistenten und ein Reporting, und dann stolpern alle drei über dieselben doppelten Lieferanten. Für Datenpflege bekommt niemand Budget genehmigt, für den Use Case, der ohne sie scheitert, bekommt es jeder. Unser ehrlicher Rat: die langweilige Schicht zuerst.

Das Zweite: Die Angst dreht sich nie um Können, sondern um Schreibrechte. Niemand bezweifelt, dass ein Modell eine Dublette findet. Die Teams bezweifeln, dass sie in sechs Monaten noch wissen, was mit ihren Daten passiert ist. Deshalb ist die Quelle am Vorschlag kein Extra, sondern die Eintrittskarte.

80 Prozent statt 0 ProzentDer KI-Mitarbeiter bringt jeden Datensatz auf 80 Prozent: zugeordnet, abgeglichen, belegt. Das Urteil bleibt beim Menschen.
Nachvollziehbarkeit gewinntJeder Änderungsvorschlag trägt die Mail, das Dokument oder das Feld, aus dem er stammt. Der Einwand ist nie der Preis, sondern das Vertrauen.
Regeln gehören dem TeamWelches System je Feld führt und welche Felder eine Freigabe brauchen, ändert der Fachbereich selbst, ohne Ticket an uns.

Wofür es sich nicht eignet: Wenn alle Stammdaten in einem einzigen System liegen und eine Person sie diszipliniert pflegt, gibt es nichts abzugleichen. Wenn niemand entscheiden darf, welches System bei welchem Feld führt, entsteht nur eine längere Konfliktliste. Und ein Altsystem ohne Schnittstelle und ohne Export ist eine Wand, die vorher geklärt gehört.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Alles, was du über automatisierte Stammdatenpflege wissen musst.

Er liest gemeldete Änderungen aus E-Mails und Dokumenten, findet denselben Kunden oder Lieferanten in ERP, CRM und Excel, zeigt jede Abweichung zwischen den Systemen und schlägt die Korrektur mit Quelle vor. Ein Mensch gibt die Änderung frei und bestätigt jeden Dubletten-Merge.

Nur bei den Feldern, die euer Team dafür freigegeben hat, zum Beispiel Postleitzahl oder Rechtsform. Bankverbindungen nie. Sie laufen immer über eine Freigabe nach dem Vier-Augen-Prinzip, weil genau dieses Feld das Ziel von Zahlungsbetrug ist.

Exakter Textabgleich findet in gewachsenen Daten fast nichts. Der KI-Mitarbeiter vergleicht ein Bündel aus Signalen: normalisierter Name, Adresse, USt-ID, Registernummer, Bankverbindung und Bestellhistorie. Er zeigt beide Datensätze nebeneinander, damit ein Mensch anhand von Belegen entscheidet.

Ja, ohne Ticket an uns. Welches System bei welchem Feld führt und welche Felder eine Freigabe brauchen, pflegt der Fachbereich selbst. Nach unserer Erfahrung ist das der entscheidende Faktor dafür, dass das System wirklich genutzt wird.

Die erste produktive Version läuft nach zwei bis drei Wochen: Klärung, welches System bei welchem Feld führt, ein Prototyp auf einer Datenart und einem Systempaar, dann eine Feedback-Runde mit den Menschen, die die Daten heute pflegen.

Der Preis gilt pro Use Case und skaliert mit dem Datenvolumen. Zum Vergleich: Eine Vollzeit-Sachbearbeitung kostet den Arbeitgeber 55.000 bis 75.000 Euro pro Jahr. Klassische MDM-Software startet oft bei 50.000 Euro Einführung und braucht danach eigene Datenpfleger.

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